Weihnachtsbrief

 

1.Advent 2021

“Mich hat nie die Frage beschäftigt, wann ich sterbe. Ich habe stets nur gefragt, was ich tun kann, solange ich noch am Leben bin.”

Liebe Freunde und Wohltäter,

der obige Spruch stand auf einer Todesanzeige eines sehr guten Freundes, von dem wir leider viel zu früh Abschied nehmen mussten.

Aber steckt nicht sehr viel Wahrheit und Sinn hinter diesem Ausspruch? Wir alle wissen nicht, wann unser Leben hier auf der Erde zu Ende geht, aber wir können uns täglich fragen, was wir tun können , um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Um Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren wurden, zu unterstützen, damit ihr Leben ein wenig lebenswerter wird. Mit Nahrung, einem Dach über dem Kopf, Schulausbildung, medizinische Versorgung und vieles mehr. Es gibt viel zu tun auf dieser Welt. Lassen Sie uns gemeinsam in Santo Domingo versuchen den Kampf gegen das Elend zu gewinnen.

Dieses Jahr hat “Corona” in Ecuador das Leben genauso bestimmt, wie hier bei uns auch. Keiner dachte, dass wir solange mit dieser Pandemie auf der ganzen Welt zu kämpfen haben. Die medizinische Versorgung in Santo Domingo ist durch die Pandemie ziemlich zusammengebrochen. Die wenigen Intensivbetten in der Stadt reichen bei weitem nicht aus. Zu Corona gesellen sich weiterhin auch andere schwere Krankheiten, allgemeine Mangelversorgung an Nahrung, viele Arbeitslose und Geringverdiener. Diese müssen mit zwei bis drei Dollar täglich versuchen, dass ihre Familie überlebt.

Laut unseren Verantwortlichen vor Ort geht es zumindest mit den Impfungen im Land auch langsam voran. Die Mitarbeiter der Heime und die älteren Kinder wurden mittlerweile geimpft. Ab Januar dürfen auch wieder Freiwillige aus anderen Ländern für ein soziales Jahr zur Unterstützung der Organisationen nach Santo Domingo kommen. Diese wurden in diesem Jahr schmerzlich vermisst, aber das Risiko mit Corona war einfach zu groß. Ab Januar gehen die Kinder auch wieder in die Schule. Fast ein Jahr Unterricht online in den Heimen ist dann endlich vorbei. Die Kinder freuen sich wieder sehr auf die Schule, haben aber die Situation mit Corona, mit allen Einschränkungen und Ausgangssperren, akzeptiert und das beste daraus gemacht.

Die Stiftung selbst hat dieses Jahr zusätzliches Geld für Medikamente, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und Masken gespendet

Weiterhin wurden die Kinderheime, das Altenheim, die Universität, das Ernährungs- und Behindertenzentrum unterstützt. Viele Hütten im Armenviertel bekamen wieder neue Dächer, damit die Leute endlich ein trockenes Haus ihr eigen nennen können. Diese ganzen Projekte haben die Menschen in Santo Domingo unserem Bischof Emil Stehle zu verdanken, der sich jahrelang dafür eingesetzt hat, dass dem armen Volk, das sonst völlig mit seinem Elend auf sich alleine gestellt gewesen wären, geholfen wird. Kinder haben dadurch in den Heimen ein neues Zuhause gefunden, Kranke und Behinderte bekommen medizinische Hilfe und Betreuung, alten Menschen wird geholfen, dass sie ein Dach über dem Kopf haben und Studenten bekommen ein Stipendium, um studieren zu können und dadurch danach das Land mit ihrem Wissen voranzubringen. Diese Liste könnte man mit weiteren Beispielen noch lange fortsetzen.

Mein Ehemann Ralf (Kuratoriumsmitglied), meine Tochter Ann-Kathrin und ich (Karin, Vorstand) sind gerade vor zwei Tagen wieder aus Ecuador zurückgekommen und hatten nach über 2,5 Jahren die Hilfsorganisationen in Santo Domingo wieder besucht. Einen Reisebericht werden wir zum Jahresanfang hier veröffentlichen.

Die Einrichtungen freuten sich sehr über den erneuten Besuch. Schwester Teresita vom Jungenkinderheim hatte für die Tage einen Zeitplan erstellt, dass wir auch jede Organisation besuchen konnten. Im Jungenkinderheim haben wir ein großes Abschlussgrillfest mit den Kindern veranstaltet. Baby- und Kinderkleidung, Stofftiere und Süßigkeiten hatten wir auch mit nach Santo Domingo genommen. Die leuchtenden Kinderaugen haben es und gedankt.

Nun möchten wir im Namen der „Stiftung Bischof Emil Stehle“ allen Pateneltern, Freunden und Spendern sowie Stiftungen, Vereinen und Organisationen für die großzügige Unterstützungen während des Jahres herzlichen Dank sagen.

Wir müssen immer wieder betonen, dass durch Ihre Hilfe in der Diözese von Bischof Bertram Wick viel Not gelindert werden kann.

Außerdem können wir Ihnen, wie jedes Jahr, bestätigen, dass alle Spenden zu 100% den kirchlichen und sozialen Einrichtungen zufließen. Dies wird jährlich durch das Steuerberatungsbüro Winkler und Kollegen bescheinigt.

Wir hoffen Ihnen mit unserem Weihnachtsbrief einen kleinen Einblick und eine kleine Vorschau in unsere Arbeit gegeben zu haben und danken Ihnen für Ihre weitere Unterstützung.

Wollen wir hoffen, dass wir die weiterhin schwierige Zeit mit Gottes Hilfe gut überstehen und dass das Coronavirus im Jahr 2022 keine Angst mehr verursachen wird.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit, gesegnete Weihnachten und ein glückliches, zufriedenes und gesundes Neujahr 2022.

Dieter Schmich und Karin Pfeifer

(Vorstände der Stiftung)

Für eine Unterstützung der verschiedenen Projekte wären wir Ihnen sehr dankbar.

Kontoverbindung:

Stiftung Bischof Emil Stehle, IBAN: DE88 6729 0000 0042 6464 07

BIC: GENODE61H