Stiftung Bischof Emil Stehle

 

Liebe Freunde und Spender der Bischof Emil Stehle Stiftung,

 

vom 17.05. bis 26.05.2019  machten wir uns wieder zu viert (Dieter und Rösel Schmich, Karin und Ralf Pfeifer) auf den Weg nach Santo Domingo de los Tsachilas in Ecuador, um die Menschen und sozialen und kirchlichen Einrichtungen zu besuchen, die von der Stiftung unterstützt werden.

Nach über 20 Stunden Flug -und Busreise kamen wir wohlgelaunt, aber ein wenig erschöpft in Santo Domingo an, wo wir von Bischof Bertram und seinen Mitarbeitern freudig erwartet wurden.

Am nächsten Tag besuchten uns bereits die Kinder mit ihren Eltern, die ein Schulstipendium von uns erhalten. In Ecuador gibt es zwar eine Schulpflicht, aber viele Familien können sich auf Grund ihres geringen Einkommens das Schul- und Lernmaterial nicht leisten. Alle bedankten sich für die Unterstützung. Bei einzelnen Gesprächen teilten sie uns ihre Noten und ihre Berufswünsche mit. Die Berufe „Doktor“ und  „Lehrer“ wurden oft  an erster Stelle genannt.

Die weiteren Tage waren gefüllt mit Besuchen der Universität, der „FASCA-Projekte“, des Mädchen-Kinderheimes „Valle Feliz“, des Jungen-Kinderheimes „Casa Hogar de Jesus“, der Armenvierteln und einer Finca (Landgut).

An der Universität lernten wir zwei Studenten kennen, die von der Stiftung ein Stipendium erhalten hatten, um sich durch ein Auslandssemester weiterbilden zu können. Sie waren sehr dankbar darüber, da ihre Eltern sehr arm sind. Wenn sie ihr Lehramtsstudium beendet hätten, würden sie in Santo Domingo bleiben, um ihr Wissen und ihre Erfahrung an einheimische Schüler weiter zu geben.

Die „FASCA-Projekte“ umfassen das Lebenszentrum (Mutter-Kinderheim) mit zusätzlich Behinderteneinrichtungen, die Kinderheime „Casa Luca“ und „Casa Annette“ und das Altenheim. Hier konnten wir feststellen, dass sowohl die Babys, Kinder und Jugendlichen sowie die alten Menschen hervorragend betreut werden.

Das Mädchenheim „Valle Feliz“ wird von der polnischen Schwester Carmela und ihren Angestellten, unter denen auch immer wieder Freiwillige aus Deutschland sind, geführt. Die Kinder hatten extra für uns zwei Tänze einstudiert, die sie uns vorführten. Das Kinderheim ist für diese Mädchen wirklich eine Oase in dem ganzen Elend außen herum.

Im Jungenkinderheim „Casa Hogar de Jesus“, das von Schwester Teresita geführt wird, spürt man  schon am Eingang die gute Laune der Kinder. Sie wissen, dass sie gut aufgehoben sind. Auch die Freiwilligen, mit denen wir uns dort unterhalten haben, erzählen nur Positives über dieses Heim. Fast alle Freiwilligen kommen durch Mundpropaganda in Deutschland in das Heim zu Teresita.

Auf der Finca, die zum Jungenkinderheim gehört, machten wir einen zweistündigen Rundgang, bei dem wir gezeigt bekamen, was dort alles angebaut wird. Einmal, um das Heim selbst damit zu versorgen und zum Verkauf, damit mit dem eingenommenen Geld wieder in andere Sachen investiert werden kann. Unter anderem gab es Maracuja, Bananen, Kaffeebohnen, Orangen und noch einiges mehr. Dort werden auch Hühner, Schweine, Enten und Ziegen gehalten.

Im Armenviertel statteten wir einigen Familien einen Besuch ab, die von der Stiftung neue Dächer für ihre Hütte bekommen hatten. In Santo Domingo regnet es ziemlich viel und vor allem auch sehr stark. Da die meisten Dächer der Armen undicht sind, müssen diese im Nassen auf dem Boden schlafen. Das war auch schon in Zeiten von Bischof Stehle ein Sorgenkind. Hier helfen wir jährlich mit ca. 40  neuen Dächern.

Es war wieder eine unvergessliche Woche in Santo Domingo, die wir nicht missen wollen. Auch die vielen Gespräche mit Bischof, Priestern, Ordensleuten, Pflegern usw. haben bei uns einen tiefen Eindruck hinterlassen. Diese Menschen sind wirklich sieben Tage, 24 Stunden rund um die Uhr für die armen Menschen da. Danke an alle Personen dort, aber auch vielen Dank an alle Spender hier, die durch ihre Unterstützung erst alles möglich machen.

Dieses Mal auch Dank an alle Sachspender. Die zwei Koffer mit Stofftieren und Kinderkleidung kamen dort sehr gut an, was uns das Leuchten in den Augen der Kinder und Eltern zeigte.

Wir hoffen, dass Sie weiterhin die kirchlichen und sozialen Einrichtungen, die Bischof Stehle aufgebaut hat, unterstützen, um diesem Land und den Menschen, denen es leider nicht so gut geht wie uns, zu helfen.

Liebe Grüße

Dieter Schmich und Karin Pfeifer

(Vorstände der Stiftung)