Weihnachtsbrief                                                                                   1. Advent 2017

„Ich habe das Leben geliebt, den Tod nicht gefürchtet.

Die dunklen Stunden lehren mich

den Wert der frohen Stunden zu erkennen.

So war ich ein glücklicher Mensch.“

 

 

Liebe Freunde und Gönner der „Bischof Emil Stehle Stiftung“

 

Wieder geht ein Jahr zu Ende und manche von Ihnen begeben sich vielleicht auf die Suche nach Spuren, die dieses Jahr in ihrem Leben hinterlassen hat.

 

„Was lief schlecht, was lief gut?“

„War ich zufrieden?“

„War ich ein glücklicher Mensch?“

 

Diese letzte Frage ist sehr wichtig, da das Leben endlich ist und zum unglücklich sein, daher zu kurz.

 

Deswegen auch der Spruch am Anfang dieses Briefes. Man muss das Leben lieben, trotz dunkler Stunden, die uns aber dabei helfen, die frohen Stunden zu genießen und bewusster zu erleben. Denn nur dann kann man glücklich sein.

 

Was hilft zum glücklich sein. Das wissen alle Freunde und Gönner dieser Stiftung. Anderen Menschen, denen es schlechter geht, wo die Freude im Leben zu kurz kommt, zu helfen, mit Spenden, damit man diesen Leuten unter die Arme greifen kann. Helfen, dass genug Nahrung vorhanden ist, für Schule und Ausbildung sorgen und vieles mehr.

 

Dafür an Sie alle ein herzliches Dankeschön, auch im Namen aller Menschen in Santo Domingo, die wir Jahr für Jahr mit Ihrer Hilfe unterstützen.

 

Deswegen waren wir auch dieses Jahr wieder persönlich in Santo Domingo. Um mit den Menschen dort zu reden, über die Sorgen und Ängste und wie die weitere Hilfe, die ihnen zukommt, aussehen soll.

 

Im Mai dieses Jahres sind wir dann nach Santo Domingo geflogen. In 11 Tagen haben wir alle Institutionen (Waisenkinderheime, Mutter-Kind-Heim, Altenheime usw.) besucht und uns darüber einen Überblick verschafft, ob alle Gelder zweckgebunden verwendet wurden. Wir gingen z. B. in das Armenviertel und begutachteten die neuen Dächer auf den Hütten, wir sprachen mit vielen Kindern, die Gelder für die Schulausbildung bekommen über deren schulischen Leistungen und Berufswünsche, wir besuchten die Kinder in den Waisenhäusern, die alten Menschen in dem Altenheim und die Universität. Unser Terminplan war vollgepackt mit Besuchen und Besichtigungen. Diese Reise war wieder ein unvergessliches Erlebnis, mit Erfahrungen, die jeder eigentlich einmal machen sollte. Damit man wiedererkennt, wie gut es einem doch geht, wie glücklich jeder doch sein kann, in einem Land, wie Deutschland, aufgewachsen zu sein.

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Da wir, Karin und Ralf Pfeifer, das erste Mal in Santo Domingo dabei waren, wollten wir Ihnen noch ein kurzes Resumee unserer Reise geben:

Die Erlebnisse waren enorm beeindruckend. Die ersten Tage wussten wir gar nicht, wie wir das alles in unserem Kopf verarbeiten sollten. Das Elend und die Ungerechtigkeit machten uns sehr nachdenklich. Die kirchlichen Sozialeinrichtungen mit ihren Leitern, Mitarbeitern und Unterstützern waren in allen Belangen bewundernswert. Die Priester und Schwestern sind dort vor allem Sozialarbeiter, die sich um das arme Volk, insbesondere um die Kinder kümmern. Sie sind rund um die Uhr für ihre Schützlinge erreichbar und vollbringen wirklich wahre Wunder.

Z. B. Schwester Teresita, die das Jungenkinderheim leitet. Sie ist eine Missionarsschwester und kümmert sich Tag und Nacht um die Belange ihrer Jungs. Ihr ganzes Leben ist auf diese Aufgabe eingestellt. Dann gibt es noch Pater Martin. Er ist Pfarrer und gleichzeitig Direktor von zwei Schulen mit 1200 Kinder. Hier gibt es keinen Feierabend und kein Wochenende. Auch Bischof Bertram, in dessen Bischofshaus wir die 11 Tage wohnten, ist ein Mann des Volkes, dem die Menschen am wichtigsten sind und den diese auch lieben. Er ist ein Mensch, wie Du und ich. Wir freuen uns auf alle Fälle darauf, in zwei Jahren, dieses Land und alle einzigartigen Menschen, die wir dort kennengelernt haben, wieder zu treffen.

 

 

Bischof Bertram hat uns im September in Dossenheim besucht. Er war auf Europareise, die ihn, außer geschäftlich zum Papst Franziskus nach Rom, auch zu verschiedenen Geldspendern und zu seiner Familie in die Schweiz geführt hat. In der Schweiz vertreibt seine Schwester mit ihrem Mann Aloe-vera-Produkte. Die Aloe-vera wird in Ecuador auf großen Feldern geerntet und dann in die Schweiz geschickt. Dort werden die Projekte  hergestellt, vertrieben und verkauft (www.coloncheline.ch).

Der Erlös kommt verschiedensten Projekten in Ecuador zugute. Familien und junge Menschen werden umfassend unterstützt. Durch die Produktion der Aloe-Vera-Kosmetik-Produkte entstanden auch viele Arbeitsplätze. Mit dem Kauf von Aloe-vera-Produkten der Produktlinie Colonche Line beteiligen Sie sich direkt an der Hilfe für Armutsregionen in Ecuador. Zugleich profitieren Sie von der hervorragenden Qualität der in biologischem Anbau gewonnenen Kosmetik-Produkte.

Bei seinem Kurzaufenthalt in Dossenheim wurde Bischof Bertram von unserem Bürgermeister Hans Lorenz empfangen und durfte sich in das goldene Buch der Gemeinde eintragen

 

Im Oktober besuchte uns auch Schwester Teresita, die ebenfalls nach Deutschland reiste, um viele Gönner und Freunde ihres Waisenhauses zu besuchen und sich für deren Hilfe zu bedanken.

 

Leider mussten wir dieses Jahr von unserem Bischof Emil Stehle Abschied nehmen. Er ist in seinem Pflegeheim in Konstanz nach langer schwerer Krankheit am 16.05.2017 im Alter von 90 Jahren verstorben. Die Eucharistiefeier und die Beisetzung erfolgte am Freitag, 26.05.2017 in Herdwangen, dem Heimatort von Bischof Stehle. Auch Bischof Bertram Wick nahm den weiten Weg aus Ecuador auf sich, um an der Beerdigung teilzunehmen. Wir werden Bischof Emil Stehle immer in Erinnerung behalten

 

Zum Abschluss sagen wir Ihnen allen noch einmal „Danke“, für Ihre großzügigen Spenden und Unterstützungen. Wir haben diese Stiftung, aus Liebe zu unserem verstorbenen Bischof Stehle und den Menschen vor Ort, gegründet und wollen sie mit Ihrer Hilfe, zum Segen der Kinder und Menschen, die weiterhin auf unsere Hilfe hoffen, mit aller Kraft weiterführen.

 

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachten, Gesundheit und Glück im Jahre 2018.

 

 

Dieter Schmich und Karin Pfeifer

(Vorstände der Stiftung)

Wir möchten  Sie noch darauf hinweisen, dass die Stiftung ab Weihnachten 2017 eine neue überarbeitete Homepage hat – www.bischof-emil-stehle.de.

 

Außerdem bitten wir Sie, uns Ihre e-mail Adresse mitzuteilen, sofern vorhanden. info@stiftung-bischof-emil-stehle.de