Weihnachten 2018

Liebe Freunde der Kinder,

zum Abschluss des Jahres 2018 möchten wir euch, zusammen mit den Kindern und dem Personal, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünschen; wir werden bei unserer Weihnachtsfeier an euch denken.

Dank eurer Unterstützung konnten wir uns ein

weiteres Jahr um unsere Kinder und Jugendlichen kümmern

und ihnen einen liebevollen Ort bieten. Voller Freude

möchten wir euch von den Erfolgen des Jahres 2018

berichten und von den neuen Projekten des kommenden

Jahres.

UNSER “CASA HOGAR DE JESÚS”

Im Jahr 2018 wurden 56 Kinder bei uns aufgenommen von denen 17 wieder in ihre Familien eingegliedert werden konnten und nun von unserer Familienhelferin begleitet werden.

Für diese Arbeit erhalten wir vom Ministerium einen Zuschuss, der die Ausgaben für den Lohn des Personals und die Verpflegung deckt; allerdings nur für eine Anzahl von 30 Kindern. Wir sind euch daher sehr dankbar für eure Spenden, durch die wir alle weiteren Kosten (Gesundheit, Verpflegung, Schule) stemmen können. Für das kommende Jahr erhoffen wir uns vom Ministerium eine Erhöhung des Zuschusses für die Verpflegungskosten der restlichen Kinder.

Wir konnten außerdem den Kleinkinderbereich fertig stellen und haben eine Kindergärtnerin eingestellt, die die Kinder von 07.30 Uhr bis 15.00 Uhr mit Unterstützung zweier Freiwilligen begleitet.

Des Weiteren haben wir aufgrund der Unterernährung, mit der einige Kinder zu uns kamen, einen speziellen Ernährungsplan entwickelt, sowie eine beständige ärztliche Untersuchung organisiert. Vor allem für einen kleinen dreijährigen taubstummen Jungen mit Epilepsie und der Notwendigkeit verschiedener Chirurgien. Für seine Untersuchungen reisen wir mit ihm alle zwei Wochen nach Quito. Glücklicherweise geht es den Kindern trotz ihrer gesundheitlichen Probleme gut.

Das Auffanghaus - Die Notunterkunft “Schwester Claudia Fischer”

Dieses Projekt kann dank der Zustimmung der Gemeinde Santo Domingos und dank der großen Unterstützung durch Spenden durchgeführt werden.

Es handelt sich um ein Projekt der Aufnahme, Betreuung und der sozialen Wiedereingliederung für Jugendliche und misshandelte oder verlassene Frauen. Ihnen wird durch die Aufnahme Sicherheit geboten, es wird sich um ihre emotionale und gesundheitliche Verfassung gekümmert und des Weiteren wird versucht, deren Gefahrensituation in 15 Tagen zu lösen. Das bedeutet, dass sie entweder von positiven Angehörigen aufgenommen werden, oder in institutionellen Unterkünften untergebracht werden.

Im Laufe des Jahres 2018 wurden dort 123 Personen aufgenommen. Davon konnten 99 von Angehörigen aufgenommen werden, 15 wurden in einer institutionellen Unterkunft untergebracht. 9 Fälle sind noch nicht gelöst.

Vielen Dank an alle, die dieses harte, schwere aber notwendige Aufnahmeprojekt möglich machen.

FINCA PADRE FINK

Ein großes Geschenk ist, dass wir dieses Jahr, mit Hilfe unserer Freunde aus dem Baskenland, eine Finca erworben haben.

Die Finca heißt “Padre Fink”, zu Ehren des Mannes, der viele Jahre sein Leben den Kindern gewidmet hat und der von einem solchen Ort geträumt hatte: Ein Ort, an dem sich die Kinder durch Praktika in der Landwirtschaft auf ihre Zukunft in der Arbeitswelt vorbereiten können.

Folgende vier Grundziele werden verfolgt:

- Geldanlage für die Zukunft des „Casa Hogar”

- Nahrungsmittel produzieren und verkaufen à finanzielle Unterstützung für das Casa Hogar

- Nahrungsmittel für den täglichen Konsum der Kinder produzieren à Verpflegungskosten senken

- Einrichtung einer landwirtschaftlichen Schule, in der die Jugendlichen im Bereich der Landwirtschaft ausgebildet werden und sich so auf ihre Zukunft in der Arbeitswelt vorbereiten können.

 

Die Finca hat eine Größe von 18,5 Hektar und wir haben bereits Maracuja, Orito (Babybanane), Bananen, Yuca und Kaffee gesät. Außerdem verfügt die Finca über einen Schweinestall für 15 Schweine, einen Hühnerstall mit 200 Legehennen (190 Eier täglich) und ein Gemüsefeld als Gewächshaus. Des Weiteren haben wir viele Obstbäume für die täglichen frischen Säfte des „Casa Hogar“ gesät.

Es ist ein sehr entspannender Ort für die Kinder, die dort abwechslungsreiche Aktivitäten durchführen können: Früchte ernten, Eier sammeln, Pferde reiten und natürlich auch das Baden im Fluss. Eine wirkliche Ergänzung zu der gewöhnlichen Therapie.

DIE FREIWILLIGEN

Wir möchten an dieser Stelle unsere Dankbarkeit an die Freiwilligen, die uns im Jahr 2017-2018 begleitet haben ausdrücken: für das Engagement und die Freude, mit der sie die Erzieher bei den verschiedenen Aktivitäten im Casa Hogar unterstützt haben.

Danke an Samuel, Julius, Jakob und Laura für ihr Engagement für die Kinder und Jugendlichen und auch für die verschiedenen Aufgaben, die von ihnen ausgeführt wurden: die Pflege der Babys, angeleitete Freizeitangebote, Unterstützung beim Englischunterricht in der Schule, Betrieb der Bücherei und der Apotheke, sowie Unterstützung bei den Arztbesuchen.

Außerdem möchten wir euch von dem Besuch unseres Freundes Xavier Zabala berichten. Er ist baskischer Koch und lebt seit vielen Jahren in Chile. Jedes Jahr kommt er, um mit den Jugendlichen einen Kochkurs durchzuführen. Außerdem hilft er nun bereits das dritte Jahr in Folge, das solidarische Abendessen der Stiftung Calasanz zuzubereiten. Dies ist eine große Herausforderung für die Jugendlichen, denn sie kochen dann für etwa 200 Personen. Ebenfalls aus Chile besuchten uns Macarena und Mercedes, die eine Fortbildungsworkshop für die Erzieher anboten und uns bei der Gestaltung und Einrichtung des Kleinkindbereichs halfen.

Jetzt im Oktober ist unsere Freiwilligengruppe mit sieben Freiwilligen komplett, die uns im Jahr 2019 begleiten werden: Rebekka, Helene, Judith, Florine, Isabel, Sarah und Luis. Sie werden ohne Frage eine große Unterstützung für unsere 6 Häuser im Heim darstellen. Jeder Freiwillige ist einem Haus zugeordnet und wird den Erzieher in den verschiedenen Aufgaben der Kinderbetreuung unterstützen. Luis wird uns mit der Gruppe von Jugendlichen des Autonomie-Programmes unterstützen. Sarah, die

Krankenschwester ist, wird uns im Gesundheitsbereich der Institution unterstützen. Sie wird morgens in der medizinischen Ambulanz arbeiten und den Arzt bei den Behandlungen der Kinder begleiten und diese weiterverfolgen.

Einen großen Dank an unsere Freiwilligen, die sich Zeit nehmen, um unseren Kindern und Jugendlichen des „Casa Hogar de Jesús“ zu helfen und sie zu unterstützen.

Wir beenden unseren Rundbrief und sind sehr dankbar, dass ihr uns in diesem großen Zukunftsprojekt für die Kinder und Jugendlichen des Gebiets der Tsáchila in Santo Domingo.

Wir laden euch ganz herzlich ein, uns zu besuchen und mit eigenen Augen zu sehen, wie das Projekt vorankommt - dank der Mühe und der Unterstützung jedes Einzelnen von euch. Es sind kleine Schritte, aber mit der Absicht ein stabiles Projekt für das Leben dieser Kinder und Jugendlichen zu bieten, die leider nicht die Möglichkeit haben in einer familiären Umgebung wie der unseren aufzuwachsen.

Eine feste Umarmung an alle von der anderen Seite des Meeres.

Die Kinder, Teresita und Pfarrer Martín